Bsp Monat Dez

Dezember 2017: Werkspionage im Reich der Natur

Viele Unternehmen bemängeln, dass Schulabsolventen hinsichtlich der Anforderungen einer modernen Arbeitswelt zunehmend geringe Fähigkeiten im Erkennen komplexer Zusammenhänge vorweisen. Gleichzeitig steht die Wirtschaft mit der Digitalisierung von betrieblichen Prozessen an der Schwelle zur Industrie 4.0, welche ohne qualifiziertes Fachpersonal nicht umsetzbar ist.

Über die allgemeine Berufsorientierung hinaus müssen Betriebe im Werben um den richtigen Fachkräftenachwuchs bei jungen Menschen mit qualifizierten Angeboten Interesse wecken. Diesen Brückenschluss möchte die Continental AG mit dem Projekt „Lernen mit Leonardo da Vinci“ herstellen.

Das führte u.a. dazu, dass ein BIONIKZENTRUM am 17. Oktober diesen Jahres ins Leben gerufen wurde. Um den Besuchern und Gästen die „Bionik“ anschaulich zu vermitteln, luden die „Macher“ (FöBi, Continental AG Standort Waltershausen, BOWACO) zu einem Projekttag „Lernen mit Leonardo da Vinci“ eine Klasse der Regelschule Waltershausen ein.

Von der Natur zu lernen ist das Ziel des neu eingerichteten Bionik-Zentrums in Waltershausen. Hierfür stellt die Continental AG ein eigens dafür eingerichtetes Zentrum zur Verfügung, welches bisher einzigartig im Freistaat Thüringen ist.

Gerade einmal ein dreiviertel Jahr hat es gedauert, bis aus der Idee Realität wurde. Dank der Unterstützung der Continental AG, des Föbi Bildungszentrums, der Regionalstiftung der Kreissparkasse Gotha und des Schulverwaltungsamtes konnten die Forschungsräume nun eröffnet werden. Bis zu 30 Schüler können hier gleichzeitig an verschiedenen Experimenten, unter anderem in den Bereichen Aerodynamik, Robotik, Sensorbionik, Wärmedämmung und Leichtbau forschen und experimentieren.

Das Wort Bionik leitet sich von den Wörtern Biologie und Technik ab und versucht über die Abstraktion der Biologie technische Fragen zu beantworten. Bernd Schorr, Initiator und Leiter des Bionik-Zentrums, will bei Jugendlichen Begeisterung für Naturwissenschatten und technische Berufe wecken. Dabei weiß er, dass zahlreiche Erfindungen auf der Natur beruhen. „Erfinder wie Otto Lilienthai und Leonardo Da Vinci waren beispielsweise zwei große „Bioniker““, erzählt Bernd Schorr begeistert. „Ihre Erfindungen beruhen auf der Betrachtung der Natur und der Umsetzung dieser Beobachtungen in technische Prozesse.“ Auch andere Erfindungen gehen auf Naturbeobachtungen zurück. Beispielsweise schaute man sich das Prinzip des Echolots vom Delfin und das Prinzip des Salzstreuers von Mohnkapseln ab.

Diese und viele weitere erstaunliche Entdeckungen möchte Bernd Schorr den Schülern näherbringen. Landrat Konrad Gießmann unterstrich dabei, dass das neue Bionik-Zentrum eine große Bereicherung für Schüler und Unternehmen sei. Schließlich schärfe man so bei Jugendlichen das Verständnis für Natur und Technik. Für Unternehmen schafft es neue Möglichkeiten der Fachkräftegewinnung.

Das Bionik-Zentrum ist geeignet für Schüler von der 4. Bis zur 12. Klasse und richtet sich ebenfalls an Auszubildende und Firmen in ganz Thüringen. Das Zentrum bestand seine „Generalprobe“ mit der Durchführung der „Bionik-Wochen“ vom 13.11 – 24.11.2017 mit Bravour. 10 Schulen mit insgesamt 250 Schüler waren bei den Projekttagen vor Ort. Alle mit anwesenden Pädagogen aus den einzelnen Einrichtungen sprachen sich sehr positiv über diese Projektmöglichkeit aus, da die Themen eine Ergänzung zum Lehrplan darstellen.

Ziele des Projekts:

  • Befähigung zum Lernen und Arbeiten im Team
  • Fähigkeit, Experimente gemeinsam zu planen, durchzuführen und auszuwerten
  • Methoden des Forschens, Entdeckens und Beobachten beim Experimentieren anwenden
  • gewonnene Messwerte grafisch darstellen und die Ergebnisse formulieren

Jetzt heißt es gemeinsam mit Schulamt, Schulverwaltungsamt, BOWACO, ContiTech AG Standort Waltershausen und FöBi das Bionik-Zentrum zielgerichtet und systematisch zu nutzen.

Fragen zu diesem Beispiel, können Sie an folgenden Kontakt richten:

Jacqueline Maschek
Continental AG
Eisenacher Landstraße 70
D – 99880 Waltershausen

Telefon: +49 (0) 3622 / 633 417
E-Mail: jacqueline.maschek@comp.contitech.de

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